Lebe Gesund-Infozentrum – www.lebegesund.info – 18. April 2008, 10:33
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Leben erhalten - Zukunft sichern

»Es ist also die Landwirtschaft, die mit ihren direkten und indirekten Auswirkungen den Rückgang der Arten verursachte«.
Der bekannte Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe Josef H. Reihholf bringt es auf den Punkt und skizziert den erbarmungslosen Kreislauf von Tierhaltung, Gülledüngung und dem rasanten Sterben der Tier- und Pflanzenarten in unserer Zeit. Wir sind bereits so weit, dass in den Städten der Artenreichtum zum Teil größer ist als auf dem Lande.



Anbau ohne Chemie und ohne Mist und Gülle


Die Landwirte im Friedfertigen Landbau, aus dem die Lebe Gesund-Produkte hervorgehen, haben lange bevor die verheerende Wirkung von Tierhaltung und Gülledüngung bekannt wurde, auf Anbau ohne Chemie und ohne Mist und Gülle den größten Wert gelegt.
Der Kernsatz des Urchristentums »Was Du nicht willst, dass man dir tu’, das füg auch keinem anderen zu«, wie ihn Jesus von Nazareth in seiner Bergpredigt lehrte, wurde im Friedfertigen Landbau zum Leitgedanken im Arbeiten für Natur und Tiere.
 
 
Wer heute die Felder im Friedfertigen Landbau betrachtet, wer den Artenreichtum in und um die Äcker erlebt und wer die Früchte dieser Landwirtschaft zu sich nimmt, kann Frieden, Lebendigkeit und Gesundheit aus der Natur erfahren.


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Dreifelderwirtschaft mit Brachejahr

Das Hauptaugenmerk im Friedfertigen Landbau liegt in der Pflege des Bodenlebens: ein wunderbares Zusammenspiel von Mikroorganismen sowie Klein- und Kleinsttieren, die im Boden Nahrung für die Pflanzen produzieren und die den Boden lockern und gesund erhalten.

Im Friedfertigen Landbau ist jedes dritte Jahr Brachejahr. Der Landwirt lässt das Feld ruhen und »füttert« das Bodenleben mit Gesteinsmehl, Kleie oder Grünschnitt. So kann sich das Bodenleben regenerieren und entfalten.

Auf einem solchen gesunden Ackerboden finden die Pflanzen alles, was sie zum Wachstum brauchen. Sie benötigen also keinen Chemie- oder Gülle-Dünger und auch keine chemischen Pflanzenschutzmittel, denn sie können sich selbst schützen, da sie gesund und kräftig sind.

Die herkömmliche Landwirtschaft in der Sackgasse

Klimaveränderung, Gewässerverschmutzung, Treibhauseffekt, Bodenerosion, saurer Regen ... die Umweltprobleme, mit denen wir heute zu kämpfen haben, gehen nicht allein auf das Konto der großen Chemiekonzerne. Sie sind insbesondere Folge einer verhängnisvollen Fehlentwicklung in der Landwirtschaft.

- Profitorientiertes Denken ohne Rücksicht auf das Leben in der Natur hat die gängige Landwirtschaft in eine Sackgasse geführt.

- Mit immer mehr Düngemitteln werden die Pflanzen auf immer lebloserem, totgewirtschaftetem Boden auf immer höhere Erträge getrimmt – ein Teufelskreis!

- In der konventionellen und teils auch in der »ökologischen« Landwirtschaft ist der Boden lediglich dazu da, der Pflanze Halt zu geben – gefüttert wird die Pflanze mit Stickstoff aus dem Chemie-Säckel oder mit der Gülle, die als Abfallprodukt der Massentierhaltung anfällt.

- Der Mensch wird dabei zum Räuber und Mörder der Natur: Er tötet die unzähligen Kleinstlebewesen und Mikroorganismen im Boden und nimmt Pflanzen und Tieren ihre natürliche Lebensgrundlage – mit entsprechenden Folgen für Luft, Wasser und Klima.

Artenreichtum im Friedfertigen Landbau

Auf den Feldern im Friedfertigen Landbau ist reges Leben: Hasenfamilien sind hier zu Hause, Rehe schauen hin und wieder vorbei, Füchse haben ihren Bau seit Jahren am selben Fleck mitten auf einem Feld, eine bunte Schar Vögel zwitschert über der Landschaft. Auch selten gewordene Tierarten haben sich eingefunden: Dachse sind häufige Gäste, die Wachtel und das Rebhuhn. Auch Neuntöter, Sperber, Milane und Falken kann man entdecken. Sie alle finden in den giftfreien Feldern Nahrung und Lebensraum.

Auch im Pflanzenreich hat sich die natürliche Artenvielfalt wieder eingestellt: Eine Vielzahl an Wildkräutern wächst in den Feldern. Im Sommer finden sich Kornblumen, Mohnblumen und die seltene Kornrade inmitten der Getreidehalme. Man kann erleben: Wo der Mensch die Einheit mit Natur und Tieren anstrebt, ist prächtiges Gedeihen, ist Leben - auch für künftige Generationen.
 
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